Sandspieltherapie als Methode

Meine Liebe zur Sandspieltherapie erwachte ganz unverhofft, als ich dieser in einem Musiktherapeutischen Praktikum begegnet bin. Was ganz „zufällig“ in mein Leben trat nahm von dort an immer mehr an Bedeutung zu und ich liebe die Arbeit im Sand bis heute.

 

Was Anfang des 20. Jahrhunderts von Dora Kalff ursprünglich als Therapie für Kinder entwickelt wurde fand bald ebensolch große Resonanz in der Arbeit mit Erwachsenen, die Hilfe in schwierigen Lebensphasen suchten.

Ich persönlich durfte mehrere Jahre in einer psychosomatischen Klinik mit der Sandspieltherapie arbeiten und erlebte es als sehr beglückend und unterstützend, wenn sich Menschen, auf diesen kreativen und spielerischen Weg einlassen konnten.

 

Im Sandspiel übernimmt das Unbewusste die Führung und unser Verstand hat Pause, darf aber im anschließenden Gespräch über das entstandene Bild, seinen Platz wieder einnehmen.

 

Ich vergleiche die Sandspieltherapie gerne mit Traumarbeit, wo wir ebenfalls auf symbolischer Ebene, Erlebtes und Konflikte ausdrücken und bearbeiten können.

Ich erlebe immer wieder ein großes Staunen, wenn jemand meinen Praxisraum das erste Mal betritt. Neben zwei Sandkästen in Tischhöhe gibt es eine ganze Wand voller kleiner Figuren, die nur darauf warten, ihren Platz im Sandbild einnehmen zu dürfen.